Konzept einer DOOR-to-DOOR-Entsorgung

In innerstädtischen Wohnvierteln, insbesondere in alten Bebauungsstrukturen oder in traditionellen Geschäftsvierteln können zukünftig herkömmliche Sammelfahrzeuge nicht oder nur unwirtschaftlich operieren.  Die enge Bebauung und schmale Gassen machen eine Primärsammlung mit einfachen handbetriebenen Fahrzeugen erforderlich. Die gängigen handbetriebenen Sammelfahrzeuge erlauben selten die getrennte Sammlung unterschiedlicher Fraktionen und stehen somit dem Ausbau einer geregelten Kreislaufwirtschaft entgegen.

Die Zunahme der Bevölkerung generell und in Großstädten im Besonderen stellt eine außerordentliche Belastung für die aufnehmenden Gemeinden dar. Betroffen sind vor allem die öffentlichen Dienstleistungen, die in den schnell wachsenden Wohnsiedlungen kaum mehr in ausreichendem Masse gewährleistet werden kann. 
Für den Einsatz in dichten Wohnsiedlungen soll ein Sammelfahrzeug entwickelt werden, das die Erfordernisse einer einfachen Handhabbarkeit mit denen einer leistungsstarken Getrenntsammlung mit hohem Servicegrad nach dem Prinzip der Haus-zu-Haus Sammlung verbindet.
Das Sammelfahrzeug soll sowohl als Handkarren als auch in motorisierter Form als Sammelmobil möglichst mit elektrischem Antrieb betrieben werden.
Es soll ein einfaches Primärsammelsystem mit einem modernen und leistungsstarken Sekundärsammelsystem kombinieren und somit zu der entwicklungspolitischen Zielsetzung der Nachhaltigkeit und Resilienz von Siedlungen beitragen. Darüber hinaus leistet die Maßnahme einen Beitrag zu nachhaltiger „grüner“ Beschäftigung und zur Bekämpfung des Klimawandels und seinen Auswirkungen.